Wirbel um Sonnenschutzprodukte in den USA

In den USA sind einige Vermarkter von Nahrungsergänzungen von der FDA verwarnt worden, weil sie ihre Produkte damit beworben haben, dass sie Wirkungen wie Sonnenschutzmittel hätten.

Im Mai 2018 sandte Dr. Scott Gottlieb, ein Kommissar der FDA (US Food and Drug Administration), eine Information an Verbraucher und die Industrie in der die Produkte und Anbieter genannt wurden. Die Begründung: Dieser Hinweis wäre eine unrechtmäßige Aussage im Sinne einer Krankheitsbehandlung. Und: „Wir haben Produkte gefunden, die behaupten einen Schutz vor der Sonne zu liefern, die diesen beworbenen Nutzen aber nicht bieten können. Stattdessen täuschen sie die Verbraucher.“

Diese Produkte beinhalten als charakteristische Inhaltsstoffe Carotinoide wie Lycopen und auch Bioflavonoide. Eines der Produkte enthält auch Astaxanthin.

Das rief das Unternehmen Algatechnologies aus Israel auf den Plan, um über die Erkenntnisse zu Astaxanthin zu informieren. Algatechnologies ist ein Lieferant von Astaxanthin für dessen Gewinnung es Algen züchtet. Sie entgegneten den Aussagen der FDA, dass dies nicht bedeutet, dass Astaxanthin keine Wirkung hat, wenn es um durch UV-Strahlung verursachten oxidativen Stress in der Haut geht.

Die Anlage von Algatechnologies mit den roten Algen in den Glasröhren

Die Anlage von Algatechnologies mit den roten Algen in den Glasröhren

Trotz den Bedenken von Dr. Gottlieb können sie Daten von mehreren Studien vorlegen, die genau dies belegen. Die jüngste Studie, durchgeführt von der japanischen Firma Fuji, demonstriert den Nutzen des Carotinoids bei der deutlichen Minderung von Hautschäden, die durch längerfristige Einwirkung von UV-Strahlen entstanden waren. (Lesen Sie dazu unseren vorherigen Beitrag „Sicher mit Sonnencreme? Absolut: Nein!„)

In einer Stellungnahme erklärt Algatechnologies: „Natürliches Astaxanthin ist eine hochpotente, aktive Substanz und in dieser klinischen Studie wurde gezeigt, dass die Aufnahme von natürlichem Astaxanthin Schäden in der Haut durch UV-Strahlung vermeiden kann.“

Wichtig ist der spezielle Wirkmechanismus von Astaxanthin

Das Entscheidende daran ist, so Algatechnologies, die zwei verschiedenen Wirkungsmechanismen voneinander zu trennen. Sonnenschutzmittel verhindern, dass die UV-Strahlen tiefere Hautschichten erreichen. Da die wiederholte Bestrahlung im Laufe der Zeit das Risiko von Hautkrebs erhöht, drängen Dermatologen so beharrlich zur Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Aber was ist mit den Strahlen, die die Haut erreichen, wenn diese ungeschützt ist? Über ein ganzes Leben nimmt die Haut beiläufig UV-Strahlung auf: beim Spazierengehen mit dem Hund, beim Rasen mähen oder anderen Situationen in denen Menschen wahrscheinlich nicht im Voraus zu dem klebrigen Sonnenschutzmittel greifen. Gerade in diesen Situationen sind Carotinoide die idealen Helfer.

“Sonnenschutzmittel, die auf die Haut aufgetragen werden absorbieren die UV-Strahlung und reduzieren die Menge an Strahlung, die die Haut schädigt. Sie wirken ähnlich wie Kleidung, so lange sie wirksam sind. Astaxanthin verhindert nicht, dass die Strahlen die Haut erreichen, indessen erhöht es die Abwehrfähigkeit der Zellen gegen solche Schäden und die dadurch bedingte Bildung von freien Radikalen” so Algatechnologies.

Die Forschung, die das Unternehmen mit verschiedenen Versuchsmodellen vollbracht hat, inklusive mit Mäusen und Menschen, belegt für das Carotinoid Astaxanthin, dass es diese Schäden mindern kann. Solche Schäden tragen zu einer vorzeitigen Hautalterung bei mit Symptomen wie Trockenheit, nachlassende Spannkraft und Falten.

“Astaxanthin bringt eine zusätzliche, wichtige Schutzschicht, die die Hautgesundheit über einen längeren Zeitraum unterstützt. Astaxanthin ist nicht gleichbedeutend mit einem Meiden von Sonnenstrahlung. Gleichwohl, wir wissen alle, dass kein Sonnenschutzmittel einen 100%-igen Schutz liefern kann und wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, um uns zu schützen wie z.B. Hut und Sonnenbrille zu tragen,“ bekräftigt das Unternehmen.

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