Toller Erfolg beim Elitelauf in Brunssum

Ende März stand für Fabienne der erste Härtetest an. Ein 10 km-Lauf bei dem Sie voll auf Zeit lief – ohne Schonung – aber mit jeder Menge Konkurrenz. Was in diesem Fall positiv zu sehen ist, denn allein läuft es sich ungleich schwerer zu einer Spitzenzeit. Wie sie den Wettkampf erlebte hat sie für uns aufgeschrieben:

„Am letzten März-Wochenende fiel der Startschuss für meine Wettkampfsaison 2019. Obwohl ich diesem Tag in unzähligen Trainingseinheiten über Monate hinweg entgegengeeifert hatte, war ich doch überrascht, wie schnell er gekommen war. Eben noch erschien der Tag in weiter Ferne und nun war ich in Brunssum (NL) und machte mein Aufwärmprogramm für den anstehenden 10 km-Straßenlauf.

 

Inmitten von Spitzenläufern und -läuferinnen

Dieser Lauf ist Hollands schnellster Straßenlauf und Topathleten aus Europa und Afrika kommen jedes Jahr hier zusammen, um mit schnellen Zeiten in die Saison zu starten. Mein Ziel war klar: Neue Bestzeit über 10 km und wertvolle Erfahrungen in einem internationalen Rennen sammeln. Die Nervosität machte sich so langsam breit, aber ich habe über die Jahre gelernt, damit umzugehen, sogar davon zu profitieren, indem ich die Nervosität kanalisiere und mich noch intensiver auf meine Herausforderung fokussiere.

Kurz vor dem Start - Fabienne voll motiviert hinter den schnellen Männern

Kurz vor dem Start – Fabienne voll motiviert hinter den schnellen Männern

 

Hinweggerissen von der rasenden Meute

Der Startschuss fiel und ca. 150 Läuferinnen und Läufer preschten los. Ich musste richtig aufpassen, nicht hinzufallen, so groß war das Gedränge. Ich ließ mich von den anderen Läufern mitreißen und passierte die ersten 3 km in 9:40 Min. – ziemlich schnell – fast schon zu schnell, denn ab dem 4. Kilometer wurden die Beine schon schwer und ich musste kämpfen. Doch nun gab es kein Zurück mehr, ich kämpfte mich von Straßenecke zu Straßenecke, Schritt für Schritt, dem Ziel entgegen. Ich wusste, dass es eng werden würde mit der neuen Bestzeit. Meine alte Marke lag bei 33:23 Min. …

Fabienne auf der Strecke "knautschend"

Fabienne auf der Strecke „knautschend“

 

Hart erkämpfte Bestzeit!

Ich bog auf die Zielgerade und versuchte nochmals alles aus meinen Beinen herauszuholen. Die Uhr stoppte bei 33:15 Min. – geschafft! Die Freude war groß und ich war stolz, dass ich mich nicht hatte hängenlassen, sondern so stark gekämpft hatte. Und typisch für uns Leistungssportler setzte ich mir sogleich ein neues Ziel: Nächstes Mal sollen die 33 Minuten fallen, mit besserer Renneinteilung sicher möglich ;-).

 

Berlin, Düsseldorf, Tokio?

Die neue Bestzeit lässt mich gestärkt und voller Zuversicht auf den Halbmarathon in Berlin am 7. April und auf die Deutschen Marathonmeisterschaften in Düsseldorf am 28. April blicken.

In Düsseldorf habe ich die erste von drei Chancen mich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren und meinen Traum von Olympia wahrwerden zu lassen. Gefordert ist eine Zeit von 2:29:30 Std. – 3 Min. schneller als meine Bestzeit aus dem letzten Jahr. Aber eins nach dem anderen: Nun ist der Blick erst einmal nach Berlin gerichtet.

 

Ich habe gar nicht erwähnt, dass ich in Brunssum 8. Frau hinter 4 Kenianerinnen und 3 Europäerinnen aus der Weltspitze war. Also kann ich mit der Platzierung wirklich zufrieden sein. Insgesamt wurde ich 102. in dem Rennen, das zeigt nochmals, wie stark es besetzt war.“

Da kann man doch nur staunen: 94 Männer und 7 Frauen waren noch schneller als Fabienne, trotz dieser enorm schnellen Zeit!
Mal abwarten, was Sie in Berlin beim nächsten Wettkampf für ein Zeichen setzt …

 

Sie kennen Fabienne Amrhein noch nicht? Lesen Sie unser Portrait der Sportlerin.

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