Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Schwangerschaft bedeutet Veränderung – nicht nur in der Familienkonstellation. Natürlich verändern sich auch der Körper und dessen Bedürfnisse. Aber wie wirkt sich das auf den Nährstoffbedarf aus? Sind Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit und Schwangerschaft eine sinnvolle Unterstützung? All diesen Fragen wird im Folgenden auf den Grund gegangen.

In der Schwangerschaft mit Nahrungsergänzung bestens versorgt

Der Körper einer Frau leistet während der Schwangerschaft Großes. Das geht natürlich nicht spurlos an ihm vorbei. Es machen sich nicht selten die typischen Symptome wie Übelkeit oder gar Erbrechen, Abgeschlagenheit oder Schmerzen im Rücken bemerkbar. Hinzu kommt die emotionale Ebene, denn die Gefühlswelt spielt ab und an ein bisschen verrückt. In dieser Zeit kann der Körper etwas Unterstützung gut gebrauchen. Immerhin hat er nun für zwei zu sorgen und benötigt daher mehr Nährstoffe als sonst.

Eine ausgewogene Ernährung ist nun das A und O, um diesen Bedarf sicher zu decken. So soll gewährleistet werden, dass das Kind in einer optimalen Umgebung heranwachsen kann und dass es ihm an nichts fehlt. Doch das gestaltet sich nicht immer so einfach. Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft kann daher durchaus in Betracht gezogen werden.

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere – welche Präparate sind sinnvoll?

Doch keine Angst, auch wenn Sie während einer Schwangerschaft zwei Körper zu versorgen haben, verdoppelt sich Ihr Nährstoffbedarf nicht gleich. Dennoch gibt es einige Vertreter, deren Zufuhr Sie in dieser Zeit erhöhen sollten. Dazu gehören vor allem Nährstoffe, die eine Funktion bei der Bildung von neuem Gewebe haben, wie Omega 3, Eisen, Zink und allen voran Folsäure.

Wichtig ist es, im Vorhinein zu prüfen, ob bereits ein Mangel vorliegt, sodass die Zufuhr von Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft optimal an den eigenen Zustand angepasst werden kann.

Folsäure

Die vermehrte Einnahme von Folsäure wird wohl jeder Schwangeren empfohlen. In Nahrungsergänzung für Schwangerschaften ist es sehr häufig enthalten und das nicht ohne Grund. Der tägliche Bedarf steigt in dieser Zeit von 400 auf 550 Mikrogramm an. In der Stillzeit werden noch etwa 450 Mikrogramm täglich empfohlen.

Folsäure bzw. Folat sind am Wachstum mütterlichen Gewebes und der Zellteilung während der Schwangerschaft beteiligt. Außerdem leistet es einen Beitrag zur normalen Funktion des Immunsystems und bietet damit Schutz für Mutter und Kind vor ungebetenen Gästen wie Viren und Bakterien. Hinzu kommt, dass Folat Müdigkeit verringern kann, was wohl jeder Mutter zugutekommt.

 

Omega-3-Fettsäuren

Unter den Omega-3-Fettsäuren sind vor allem die Docosahexaensäure, kurz DHA, und Eicosapentaensäure, kurz EHA, während der Schwangerschaft von Bedeutung. DHA spielt unter anderem eine Rolle bei der Entwicklung und dem Erhalt einer normalen Hirnfunktion und Sehkraft. In Kombination mit EHA trägt es zu einer normalen Herzfunktion und entsprechenden Blutdruckwerten bei.

Eine im Jahr 2008 im Journal of Pediatrics veröffentlichte Studie der Wayne State und Laval Universität untersuchte die Wichtigkeit von DHA während der Schwangerschaft genauer. Es zeigte sich, dass sich ein erhöhter DHA-Spiegel nicht nur positiv auf die spätere Sehkraft und Hirnfunktion des Kindes auswirken kann. Auch die Hand-Augen-Koordination konnte gefördert werden, was gleichzeitig Auswirkungen auf die Ausprägung der Feinmotorik hat. Die beteiligten Forscher empfehlen auf dieser Grundlage eine erhöhte DHA-Zufuhr, vor allem im letzten Trimester, da in dieser Zeit eine starke Entwicklung des Gehirns des Kindes von statten geht. In diesem Abschnitt der Schwangerschaft ist Nahrungsergänzung in Form von Omega-3-Fettsäuren also besonders wertvoll.

 

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Eisen

Eisen gehört zu den Spurenelementen und erfüllt zahlreiche Aufgaben in unserem Körper. Beispielsweise bindet es Sauerstoff an die roten Blutkörperchen, sodass dieser Problemlos durch den gesamten Körper transportiert werden kann. Natürlich muss nicht nur der eigene Körper, sondern auch der des ungeborenen Kindes mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, was Eisen zu einem besonders bedeutsamen Nährstoff in der Schwangerschaft macht.

Hinzu kommt, dass es eine wichtige Funktion bei der Zellteilung einnimmt und damit Einfluss auf das Wachstum des Kindes selbst und der Plazenta, die es versorgt, hat. Des Weiteren trägt es, genau wie Folsäure, zu einer normalen Funktionsfähigkeit des Immunsystems von Mutter und Kind und zur Verringerung von Müdigkeit und Abgeschlagenheit bei.

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass während der Geburt eine Menge Blut verloren geht. Das geht im Schnitt mit einem Verlust von 250 Milligramm Eisen einher, weshalb es gilt, die Speicher im Vorhinein ausreichend zu füllen. Während der Schwangerschaft selbst werden weitere rund 250 Milligramm zusätzlich zum normalen Tagesbedarf verbraucht, um sie an die Plazenta und das ungeborene Kind weiterzuleiten.

Verschiedene Studien, wie beispielsweise im Jahr 2015 von Juan Pablo Peña-Rosas et al. veröffentlicht, zeigten zudem auf, dass eine zu niedrige Eisenzufuhr mit einem erhöhten Risiko, das Kind könne untergewichtig oder mit Blutarmut auf die Welt kommen, einhergehen. Eisenhaltige Nahrungsergänzung und Schwangerschaft können also durchaus sinnvoll Hand in Hand gehen.

Zink

Auch Zink fällt in die Kategorie der essentiellen Spurenelemente, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern aus der Nahrung aufnehmen muss. Es spielt nicht nur eine wichtige Rolle im Zellwachstum. Es sorgt gleichzeitig dafür, dass sich Knochen, Hautgewebe, Nägel und Haare normal ausbilden, um nur ein paar Funktionen zu nennen, die Zink erfüllt.

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere können bereits im Vorfeld sinnvoll eingesetzt werden, vor allem, wenn sie Zink enthalten. Das Spurenelement leistet ebenfalls einen Beitrag zum Erhalt der normalen Fruchtbarkeit.

All die hier erwähnten Vitalstoffe sind nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch noch in Form von Nahrungsergänzung für Stillzeiten wertvoll. Immerhin nimmt das Kind nach der Geburt zahlreiche Nährstoffe aus der Muttermilch in sich auf. Nehmen Sie die Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit also bedenkenlos weiter ein.

 

 

Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Eine ausgewogene Ernährung ist in allen Lebenslagen von Bedeutung. Doch in der Schwangerschaft und der Stillzeit gewinnt sie noch mehr an Wichtigkeit. Im Grunde sollte jede Lebensmittelgruppe vertreten sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt vor allem den vermehrten Konsum von Obst, Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten. All diese Lebensmittel weisen einen besonders hohen Vitalstoffgehalt auf, von dem Sie nun profitieren können.

Je frischer die Produkte sind, desto besser, denn umso höher ist auch deren Nährstoffdichte. Von stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, die Ihrem Körper kaum etwas Wertvolles bieten können, sollten sie eher absehen.

Bezüglich des Verzehrs von rohem Obst und Gemüse ist eine Sache besonders wichtig: ordentliches Abwaschen. Dass Pestizidrückstände nicht gerade positive Auswirkungen auf den Organismus haben, ist kein Geheimnis. Doch sie belasten nicht nur den Körper der Mutter, sondern auch den des Kindes, denn die Rückstände können die Plazentaschranke passieren. Produkte in Bioqualität bergen diese Gefahr nicht und sind daher die bessere Wahl.

Auch die Flüssigkeitszufuhr sollte erhöht werden und zwar aus verschiedenen Gründen. Unter anderem nimmt das Blutvolumen während der Schwangerschaft zu, woraus ein erhöhter Bedarf resultiert. Außerdem steigt der Flüssigkeitsverlust an, denn in der Schwangerschaft kommen Sie häufiger ins Schwitzen, als sonst. Um trotz dieses gesteigerten Verbrauchs zu gewährleisten, dass der Stoffwechsel und andere körpereigene Prozesse einwandfrei funktionieren, darf es ruhig das ein oder andere Glas Wasser mehr am Tag sein.

Heißhunger in der Schwangerschaft

Viele schwangere Frauen kennen dieses Phänomen: plötzlich überkommt einen der Heißhunger auf etwas, das man früher nie angerührt hätte. Doch schuld daran müssen nicht die Hormone sein. Der Körper sendet auf diese Art und Weise Signale, um Ihnen zu zeigen, was er jetzt benötigt. Verspüren Sie beispielsweise plötzlich das Verlangen nach etwas Süßem, kann das ein Hinweis auf einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel sein, was während einer Schwangerschaft nicht selten vorkommt. Steht Ihnen der Sinn hingegen nach etwas Salzigem, benötigt Ihr Körper vermutlich einfach etwas Natrium.

Gelüsten darf in der Schwangerschaft durchaus nachgegangen werden, denn sie erscheinen meist nicht ohne Grund. Wichtig ist dabei lediglich, auf gesunde Lebensmittel zurückzugreifen und den Schokoriegel beispielsweise durch ein paar süße Früchte wie Trauben oder Bananen zu ersetzen. Nahrungsergänzung in der Stillzeit sowie der Schwangerschaft kann Heißhunger sogar vorbeugen, denn so muss der Körper Signale des Mangels gar nicht erst aussenden.