Luxemburg, Mosel, Wind, Kenia

Luxemburg, Mosel, Wind, Kenia – Das sind die Bausteine, die Fabienne’s neueste Glanzleistung geprägt haben. Am letzten September-Wochenende stellte sie sich in Remich (Luxemburg) an den Start, um auf einer Wendepunktstrecke an der Mosel lang zu laufen (siehe Bild 1). Bemerkenswerte Widersacher waren vor allem der Wind und einige Kenianerinnen. Wer sich dabei als Sieger fühlen konnte erfahren Sie am Ende des übernächsten Absatzes.

Natürlich wieder im Original von Fabienne selbst!

 

Was macht Frau vor dem Rennen?

Der Halbmarathon in Remich startete um 15 Uhr, eine ungewöhnliche Uhrzeit für einen Halbmarathon. Ich bin mit meinem Mann schon am Vortag angereist und wir übernachteten zusammen mit anderen Eliteläufern in einer Jugendherberge. Am Samstag Abend und am Sonntag Mittag gab es ganz klassisch Pasta. Ich mag die Atmosphäre vor einem Rennen im Hotel mit den anderen Athleten und Trainern immer sehr. Uns verbindet alle die Leidenschaft zum Sport und so fallen die Gespräche mit den anderen leicht und wir haben spannende Themen. Diesmal haben wir zusammen die WM in Doha und den Berlin Marathon geschaut. Das hat mich wirklich motiviert am Nachmittag selbst „Vollgas“ zu geben.

 

Der Nachteil: Vorne gibt’s wenig Windschatten

Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt. Es war regnerisch und stürmisch. Die Strecke verlief entlang der Mosel; nach der Hälfte gab es einen Wendepunkt und dann liefen wir dieselbe Strecke wieder zurück. Die erste Hälfte flogen wir, da der Wind uns von hinten drückte. Ich passierte die 10 km Marke in schnellen 33:51 Min.

Fabienne und ein Mitläufer bei km 9 in Remich

Fabienne und ein Mitläufer bei km 9 – locker mit Rückenwind (Bild vom Veranstalter FLA Route du Vin)

Die zweite Hälfte mussten wir dann gegen den Wind ankämpfen. Leider waren an der Strecke wenig Zuschauer, aber die Läufer, die mir auf dem Rückweg entgegenkamen, feuerten mich kräftig an, was ich sehr schön fand. Ich bedankte mich hin und wieder mit einem Lächeln (zumindest versuchte ich das; was dabei rauskam weiß ich nicht :-P) und einem Kopfnicken.

Fabienne auf einem der letzten Kilometer - powert durch die Pfützen

Fabienne auf einem der letzten Kilometer – powert durch die Pfützen (Bild vom Veranstalter VLA Route du Vin)

Glücklicherweise konnte ich mich einen Großteil des Rückwegs hinter einem anderen Läufer verstecken und am Ende lief ich 1:13:14 Std., womit ich sehr zufrieden bin. Das bedeutete Platz 2 für mich, eingereiht auf dem Podium zwischen zwei kenianischen Läuferinnen.

Fabienne und einige der Top-Läufer und Läuferinnen

Fabienne und einige der Top-Läufer und Läuferinnen

 

Fabienne zusammen mit der Siegerin aus Kenia - sie strahlt wieder, wie damals ...

Fabienne zusammen mit der Siegerin aus Kenia – sie strahlt wieder, wie damals …

Das gibt Aufwind für meinen Herbstmarathon.

Ergänzung: Ihren ersten Marathon in diesem Jahr, der gleich auch ein Quali-Versuch für die Olympischen Spiele in Tokio ist, werden wir noch im Oktober erleben.

Merken Sie die knisternde Spannung …

Sie kennen Fabienne Amrhein noch nicht? Lesen Sie unser Portrait der Sportlerin.

 

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