Langeweile ohne Laufen? Keine Spur!

Mir scheint Fabienne war gar nicht langweilig während der 9-wöchigen Laufpause. Sie war so aktiv wie nie, so dass sich die Frage stellt, ob sie überhaupt Zeit hatte das Laufen zu vermissen. Hier hätte ich jetzt gerne den abgewandelten Spruch von Ephraim Kishon gebracht, aber er scheint einfach nicht zu Fabienne zu passen:

Ein Leben ohne Laufen ist möglich, aber sinnlos.

Sie hat alles Mögliche getan, um in Form zu bleiben, die Muskulatur zu erhalten, das O2-Max. hoch zu halten und den ganzen Körper an lange und intensive Belastungen gewöhnt zu halten. Lesen wir mal wie es ihr beim ersten Lauftraining nach 9 Wochen – was für eine Qual für eine Läuferin! – ergangen ist:

 

Endlich wieder die Laufschuhe schnüren

Manchmal ist es so einfach, glücklich zu sein. Gestern durfte ich nach 9 langen Wochen der Verletzung endlich wieder die Laufschuhe schnüren. Ich lief 15 Runden auf dem Rasen im Innenfeld des Stadions, unterbrochen von kurzen Gehpausen, um den Fuß behutsam an die neue Belastung heranzuführen. Die Sonne hat geschienen, das Laufen hat sich „runder“ angefühlt als erwartet und ich war komplett schmerzfrei. Ich war wieder in meinem Element.

 

Optimiertes Alternativ- und Aufbautraining

Wer denkt, dass ich während meiner Verletzungsphase die Füße hochgelegt habe, könnte falscher nicht liegen. Ich habe so viele Stunden Sport in der Woche gemacht wie noch nie. Eine Stunde Laufen ist nicht gleich eine Stunde Radfahren oder Aquajoggen. Letztere sind weniger intensiv und daher sind die Einheiten länger. Mein Trainer hat sich aber viel Mühe gemacht und war kreativ, sodass mein Trainingsplan sehr abwechslungsreich war: Aquajoggen, Kraulschwimmen, Kraftraum, später kamen dann noch Radfahren, Spinning und Crosstrainer dazu. Ich bin mächtig stolz, wie motiviert ich mein Alternativtraining durchgezogen habe. Natürlich wird es mich auch in den nächsten Monaten noch begleiten, denn das Lauftraining wird nun erst sehr langsam gesteigert. Ich werde jeden zweiten Tag laufen, damit der Fuß 48 Stunden zur Regeneration hat.

Fabienne auf ungewohntem Sportgerät unterwegs an der "Berg"straße

Fabienne auf ungewohntem Sportgerät unterwegs an der „Berg“straße

... umgeben von einigen KollegInnen, die auch alternativ trainieren.

… umgeben von einigen KollegInnen, die auch alternativ trainieren.


 

Wann steht sie wieder an der Startlinie?

Ich werde schon wieder häufig gefragt, was meine nächsten Wettkampfpläne sind. Diese gibt es allerdings noch nicht, da ich erst einmal abwarten muss, wie gut ich ins Laufen komme und wo ich nach der Verletzung stehe. Ich kenne mich und weiß, dass mich konkrete Wettkampfpläne zum jetzigen Zeitpunkt zu sehr unter Druck setzen und mich unvernünftig werden lassen würden.

Das schöne ist, dass es im Herbst viele Marathons gibt und ich verschiedene Optionen habe.

 

Sie kennen Fabienne Amrhein noch nicht? Lesen Sie unser Portrait der Sportlerin.

 

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